Luxxamed in der Neurologie

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Luxxamed in der Neurologie

Anglehnt an die praktischen Erfahrungen von Physiotherapeutin Inge Metag, Kiel, 2008-2010

Alle Erkrankungen, die mit neurologischer Symptomatik einhergehen, sind komplexe Geschehen mit unterschiedlicher Präsenz einzelner Symptome. So bestimmen nicht nur individuelle Unterschiede den Verlauf und dadurch nicht identische Vorgehensweisen in der Therapie das Wesen der Erkrankung und das Zurechtkommen der Betroffenen damit. Je nach Schwerpunktsetzung des ärztlichen Behandlers überwiegen zunächst medikamentöse Einstellungen, Ratschläge zur Umstellung von Lebensgewohnheiten und gelegentlich Verordnungen zur Physikalischen LUXXAMED-Therapie, um Symptome zu reduzieren bzw. zwischenzeitlich auszuschalten.

Betroffene, denen die Möglichkeit der LUXXAMED-Anwendung gegeben wird, haben daher deutlich unterschiedliche Wirkvorstellungen und Erwartungshaltungen.

Wichtig für den jeweiligen Behandler ist, mit dem Betroffenen zusammen das bestehende Krankheitsbild oder individuelle neurologische Symptom im Gesamtverlauf einzuordnen, aktuell-situativ zu bewerten und zu akzeptieren, damit nach unmittelbarem Einstieg in eine Behandlungsserie von Anwendung zu Anwendung nicht immer mit dem gleichen und unter Umständen auch nicht immer nur mit einem Programm gearbeitet wird.

Diesen Einschätzungen liegen Erfahrungen mit Parkinson-Erkrankten, MS-Patienten, Polyneuropathie-Betroffenen, spastisch Gelähmten und Bedürftigen mit Restless-legg-Problematik zugrunde.

Erstaunlicherweise gab kaum ein Patient nach der ersten Anwendung kein Gefühl der Veränderung an. So gut wie alle signalisierten „etwas” gespürt zu haben, was jedoch nicht mit dem Stromgefühl während der Behandlung (wenn überhaupt wahrgenommen) ins Verhältnis zu setzen war.

Identische Äußerungen bei Parkinsonpat: Reduzierung bzw. zwischenzeitliche Beseitigung von Ruhe-oder Intentionstremor; sichereres Gangbild und Zufassen bei Alltagsbewegungen. Für MS-Pat.: leichteres und entspannteres Gesamtkörpergefühl, bei Andeutung eines erneuten Schubes das Entzündungsprogramm speziell Kopf- und/oder wirbelsäulenbezogen; bei spastisch Betroffenen zwischenzeitlich längere Spastikreduzierung als nach Medikamenteneinnahme oder Maßnahmen der Physikalischen Therapie; bei Rest-legg unmittelbare Beruhigung und ungestörte Nachtruhe. Polyneuropathie-Patienten benötigten meist den Ablauf einer Serie (im Durchschnitt 6 bis 10 Anwendungen) und gekoppelt mit aktiver Therapie, um je nach Stadium mehr Stand- und Gangstabilität zu erreichen (verhältnismäßig weniger Effekt bei bis dahin erfolgten rein aktiven Maßnahmen).

Zu unterschiedlichen Zeitpunkten innerhalb der Serie mehrten sich die Patientenangaben über Besserung zum Teil seit Jahren bestehender Beschwerden/Probleme, die schon lange nicht mehr als beeinflussbar vermutet wurden. Das bedeutet nicht zuletzt, dass verloren gegangene Bewegungsabläufe, Selbständigkeiten, Selbstverständnisse und damit Lebensqualitäten aktiviert bzw. zurückgewonnen werden konnten. Dementsprechend ergaben sich Unterschiede zur bisherigen Alltagsgestaltung, Gewohnheiten änderten sich, höhere Belastungsanforderungen wurden realisiert. In dem Zusammenhang überraschte es nicht, dass auf einmal Muskelkatergefühl, Ermüdung nach erheblich höherer körperlicher Leistung oder dadurch ausgelöster Gelenk- bzw. Wirbelsäulenschmerzen geäußert wurde. Wichtig war und ist, diese Patientenangaben sofort in der vorzunehmenden geplanten Anwendung zu berücksichtigen! So gewinnen zum Beispiel das Regenerations-Programm oder ausgewählte Schmerz- Programme immens an Bedeutung. Auch der lokale Einsatz der Handelektroden anstelle der stabilen Elektrodenanlagen mit entsprechendem Programm ist unter Berücksichtigung der aktuellen Problematik zu favorisieren. Ob trotzdem weiter mit dem Standard-Einstiegsprogramm gearbeitet werden muß, entscheidet das der jeweiligen Anwendung vorangehende Gespräch. Daraus ist auch die Notwendigkeit ersichtlich, zu weiteren Anwendungen den Behandlungs-(Programm-)Schwerpunkt immer wieder neu zu bestimmen. Als allgemeine Feststellung für die Anwendungen bei allen genannten Patienten-Spezies ist zu verzeichnen, dass je eher sie nach Bemerken eines Symptoms bzw. wieder akut werden eines solchen zunächst nach 3 bis 5 Behandlungen deutliche Effekte spürten und je länger das Defizit bestand, mindestens 10 bis 12 Behandlungen dazu nötig wurden. Wichtig erscheint auch von Anfang an der Hinweis an den Patienten, dass fortschreitende oder Schub-geprägte Erkrankungen in ihrem Verlauf immer wieder günstig beeinflusst werden können und reparative Effekte durch die LUXXAMED-Therapie auch bei ihnen zwischenzeitlich möglich sein können. Es sollte aber immer die Notwendigkeit der Kontinuität in der LUXXAMED-Begleitung in den Vordergrund gestellt werden. (Metag, 2010)

Elektrodenanlagen in der neurologischen Anwendung

 

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Kanal A und B, jeweils die Kathode auf die Stirn legen. Kanal C legen Sie auf das Sternum und zwei-finger-breit unter den Bauchnabel.

Die Anode von Kanal A und Kanal B kleben Sie an die Halswirbelsäule. Die Anode des Kanals, legen Sie enbenfalls an die Halswirbelsäule.

Die Katode des Kanals D, legen Sie an LWS/Sakrum.

Literaturverzeichnis

Metag, I. (2010). Beobachtung bei neurologischen Patienten mit Mb. Parkinson, Multiple-Sklerose, Amyotrophe Lateralsklerose sowie der Restless-Legs-Problematik während der Behandlung mit der BCR-Therapie und dem Clinic-Master professional / Vital-Master (Metag, I., Hrsg.). Kiel: Städtisches Krankenhaus Kiel.

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